Buch: Wo geht's denn hier zum Sinn?
Eigentlich wissen wir, wie Arbeit besser laufen könnte. Und trotzdem machen wir oft genau so weiter wie bisher.
Dieses Buch setzt genau dort an.
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ISBN 978-3-00-086615-9
Veröffentlichung: 20.4.2026
Paperback, 132 Seiten, 14,8 x 21,5cm
€ 16,90 inkl. Mwst.
Worum es wirklich geht
Eigentlich wissen wir längst, wie es in Unternehmen im Arbeitsalltag besser laufen könnte. Klarere Prioritäten. Weniger Abstimmung. Mehr Eigenverantwortung. Weniger Gerede, mehr Entscheidung.
Und trotzdem machen viele am nächsten Tag genau so weiter wie vorher. Nicht, weil sie es nicht besser wüssten. Sondern weil sich im Alltag nicht in Konzepten entscheidet, ob etwas funktioniert. Sondern in ganz normalen Situationen. Motivation geht nicht mit Ansage verloren. Sie verschwindet kaum merklich.
Genau darum geht es in diesem Buch.
Nicht um ein weiteres Modell, das auf dem Papier gut aussieht. Es geht um die Frage, was wirklich passiert, wenn Menschen unter Druck entscheiden, mit Unsicherheit umgehen und mit anderen zusammenarbeiten müssen. Genau dort setzt dieses Buch an.
Mit Geschichten, die greifbar machen, was im Alltag wirklich passiert.
Sie machen sichtbar, was sonst gern übersehen wird:
wie Menschen sich verhalten, wenn es darauf ankommt und wie man damit umgehen kann.
Was du aus dem Buch mitnimmst
Merken, wann es kippt
Es holt dich raus aus der Theorie. Du erkennst schneller, wann Gespräche ausweichen, Entscheidungen liegen bleiben oder Teams nur noch funktionieren.
Nicht erst dann, wenn Ergebnisse fehlen oder Menschen innerlich längst auf Abstand gegangen sind.
Handeln, wenn es eng wird
Es bleibt nicht bei der Frage, was richtig wäre. Sondern zeigt dir, was geht, wenn es unklar wird. Du erkennst, warum unter Druck Dinge liegen bleiben oder zerredet werden.
Und was hilft, damit eine Entscheidung möglich wird.
Hinschauen, was wirklich passiert
Es schaut nicht auf das, was geplant ist. Sondern auf das, was tatsächlich läuft. Du merkst, wo Erwartungen nicht zusammenpassen und Dinge unausgesprochen bleiben.
Und warum genau das Zusammenarbeit schwer macht.
Führen, ohne alles festzuhalten
Es verschiebt den Blick darauf, was Führung im Alltag wirklich bedeutet. Du siehst, was Menschen brauchen, um Eigenverantwortung zu fördern, ohne sie zu erzwingen: Einen klaren Rahmen und Spielraum, der nicht sofort wieder eingegrenzt wird.
So entsteht Schritt für Schritt eine Ownership-Kultur, in der Verantwortung selbstverständlich übernommen wird.
Ein Blick ins Buch
So geht es nicht weiter.
Es ist der 1.2.2007.
An einem wunderschönen Morgen stehe ich in Finnentrop im Sauerland in meinem kleinen Apartment.
Die Sonne scheint durch das Fenster, und ich freue mich auf den Tag.
Ich habe einen coolen Job als Key Account und Marketing-Manager.
Die Verantwortung ist enorm und das mir entgegengebrachte Vertrauen erfüllen mich mit Stolz und Freude. Ich erlebe ein spannendes Umfeld und habe viel Gestaltungsspielraum.
Ich fühle mich gesehen und das, was ich tue, bewirkt etwas. Fast zwei Jahre bin ich gependelt. Jeden Montag 170 Kilometer fahren. Rucksack, Tasche, Unterlagen packen, rein ins Auto. Serpentinenstraßen im Sauerland, oft bei Regen, Nebel, Schnee. Dienstag im Büro. Mittwoch Meeting-Marathon. Freitag wieder im Auto. Und dann wieder von vorne. Eigentlich habe ich einen guten Job. Viel Verantwortung. Vertrauen. Gestaltungsspielraum. Ich liefere Ergebnisse. Ich funktioniere. Und trotzdem fühlt es sich nicht richtig an.
Ich versuche, mir ein zweites Zuhause aufzubauen. Doch ich fühle mich zerrissen. Einerseits habe ich einen tollen Job, der mich erfüllt, und andererseits fühle ich mich sozial abgeschnitten, sogar einsam.
Ich spreche die Situation offen an. Ich schlage Lösungen vor.
„Ein Homeoffice-Tag pro Woche würde so viel verändern – für meine Energie, für die Qualität meiner Arbeit.“
Ich spreche mit der Geschäftsführung. Mehrfach. Ich zeige mich, versuche zu erklären, wie es mir wirklich geht.
Aber meine Argumente prallen an der Geschäftsführung ab.
Immer wieder dieselben Phrasen: „So sind unsere Strukturen.“
„Wenn wir dir das erlauben, wollen es alle.“
„Wir sehen deine Leistung, aber das geht leider nicht.“
Ich fühle mich nicht gehört. Nicht ernst genommen.
Und irgendwann auch: nicht mehr wertgeschätzt. Dabei will ich bleiben. Aber nicht um jeden Preis. Nach mehreren Monaten innerer Zerrissenheit, vielen Gesprächen und dem Versuch, zu retten, was zu retten war, treffe ich die Entscheidung: Ich gehe.
Nicht, weil ich muss. Sondern weil ich die Wahl habe.
Und weil ein Marktbegleiter an mich herantritt, der mich unbedingt haben will. Der mir zeigt: Deine Art zu arbeiten ist kein Problem. Sie hat Potenzial.
Der Wechsel fühlt sich für mich an wie ein Aufatmen. Ich erinnere mich an meinen ersten Tag im neuen Job. Ich öffne morgens meinen Laptop, sitze mit einem Kaffee auf der Terrasse mit Blick auf die Berge und denke:
So fühlt es sich richtig an.
Ich darf selbst entscheiden, wo ich arbeite. Ich werde nicht nur als Führungskraft wahrgenommen, sondern als Mensch mit eigener Entscheidungsfähigkeit. Ich werde wie eine gleichberechtigte Vertragspartnerin behandelt.
Plötzlich ist da wieder Energie, Lust und Kreativität.
Ich bin hochmotiviert. Ich bin stolz auf das, was ich leiste. Und noch mehr darauf, wie ich es leisten darf.
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Später verstehe ich: Mit solchen Erfahrungen bin ich nicht allein.
In vielen meiner Gespräche zeigt sich dasselbe Muster: Mitarbeitende kündigen selten aufgrund von Boni, die nicht mehr angeboten werden, oder wegen einer Strategie, die verändert wird. Sondern oftmals wegen des Verhaltens von Führungskräften.
Gallup (2) zeigt regelmäßig, dass die direkte Führungskraft der stärkste Treiber für emotionale Bindung und damit auch für Kündigungsabsichten ist. In Deutschland zählen Führung und mangelnde Wertschätzung zu den Hauptgründen für innere und tatsächliche Kündigung.
Es ist ein Urbedürfnis von uns Menschen, autonom und selbstbestimmt leben zu wollen. Gerät eines davon ins Ungleichgewicht, steigt die Unzufriedenheit.
Das geht so weit, dass Jobs gekündigt werden, Dienst nach Vorschrift gelebt wird oder sogar Krankmeldungen zunehmen.
Und genau hier liegt der Kern:
Wenn Menschen gestalten dürfen, fühlen sie sich gebraucht. Und wer sich gebraucht fühlt, will Gutes bewirken.
Unternehmen, die Autonomie und Flexibilität ermöglichen, schaffen mehr als nur Effizienz. Sie schaffen Verbundenheit. Und das ist ein Wirtschaftsfaktor, der in keiner Excel-Tabelle steht.
Autonomie bedeutet, eigene Entscheidungen treffen zu können – im Großen wie im Kleinen.
Stark verbunden mit Autonomie ist Flexibilität. Besonders in einer modernen Arbeitswelt kann Arbeit von überall stattfinden – dank zunehmend digitalisierter Kommunikationswege.
Daher liegt es nahe, dass Mitarbeitende ihren Arbeitsalltag in ihren Lebensalltag integrieren wollen, um leichter und effektiver beides miteinander zu verknüpfen.
Flexibilität ist daher kein Luxus, sondern eine notwendige Antwort auf die Vielfalt moderner Lebensrealitäten.
Wenn Unternehmen diese beiden Elemente ernst nehmen, entsteht eine neue Qualität von Zusammenarbeit.
Menschen fühlen sich gesehen. Sie bringen sich stärker ein.
Sie identifizieren sich mit dem, was sie tun – und mit den Menschen, mit denen sie es tun.
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Für wen ist das Buch
Für Menschen, die merken, dass sie viel arbeiten und sich trotzdem nicht sicher sind, ob es in die richtige Richtung geht.
Die Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen, Dinge voranbringen. Und gleichzeitig das Gefühl haben, dass etwas nicht zusammenpasst.
Dass Gespräche sich im Kreis drehen.
Dass Engagement da ist, aber nicht wirklich greift.
Es sind keine großen Brüche. Eher unauffällige Momente, in denen klar wird:
So, wie es gerade läuft, wird es nicht leichter.
Das Buch richtet sich an Führung, HR und Teams, die nicht noch ein weiteres Konzept brauchen.
Sondern einen klareren Blick auf das, was im Alltag tatsächlich passiert.
Wenn Verantwortung verteilt ist, aber Eigenverantwortung nicht greift.
Wenn ihr eine Ownership-Kultur wollt, aber Entscheidungen trotzdem hängen bleiben.
Wenn Recruiting fachlich passt, aber die Zusammenarbeit später kippt und ihr genauer verstehen wollt, was Menschen wirklich antreibt.
Damit es nicht nur laut Lebenslauf passt, sondern auch im Arbeitsalltag.
Warum dieses Buch anders ist
„Wo geht’s denn hier zum Sinn?“ erklärt nicht, wie es richtig geht.
Es nimmt dich mit in Situationen, in denen Dinge unklar sind, Entscheidungen offen bleiben oder erst im Nachhinein verständlich werden. Du liest keine Modelle, die du anwenden sollst.
Sondern erlebst, wie Menschen reagieren, wenn es nicht mehr eindeutig ist.
Wenn Erwartungen auseinandergehen. Wenn Druck entsteht oder Orientierung fehlt.
Und genau darin liegt der Unterschied.
Du erkennst dich wieder. In den Situationen, im Denken, im Zögern, im Handeln. Nicht, weil dir etwas erklärt wird. Sondern weil sichtbar wird, was sonst oft übersehen wird.
Über die Autorin
Gisa Göldner arbeitet mit Unternehmen an Fragen rund um Führung und Zusammenarbeit –
so, wie sie im Alltag wirklich passiert.
Nach mehreren Jahren im Sales Management kündigt sie ihren Job und geht auf Weltreise.
Dort erlebt sie, was passiert, wenn Pläne nicht mehr greifen.
Wenn Entscheidungen unter Unsicherheit entstehen.
Wenn Situationen kippen, ohne dass sofort klar ist, warum. Und wie unterschiedlich Menschen damit umgehen.
Heute verbindet sie genau diese Erfahrungen mit dem,
was in Organisationen täglich passiert: dort, wo entschieden wird. Oder eben nicht.